Staudenbeet anlegen

Ein Staudenbeet bereitet Freude und erlaubt gestalterischen Freiraum – in unserer Anleitung findest Du hilfreiche Tipps und Ideen.

Übersicht: Mehrjäriges Staudenbeet anlegen

  • Der Frühling eignet sich am besten für das Anlegen eines Staudenbeets. 
  • Mache Dir vor dem Anlegen des Staudenbeetes einen Pflanzplan, der sowohl den Standort als auch die Bodenbeschaffenheit berücksichtigt.
  • Das Beet sollte frei von Unkraut und Steinen sein.
  • Ordne die Stauden vor dem Einpflanzen zunächst lose im Beet an, um die Anordnung zu prüfen. Anschließend setzt Du sie mit gut angefeuchteten Wurzelballen fest in den Boden.
  • Es genügt, das Beet ein‑ bis zwei Mal pro Woche durchdringend zu gießen und regelmäßig zu jäten.

Der Kreativität freien Lauf lassen

Legst Du ein mehrjähriges Staudenbeet an, eröffnen sich Dir vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Stauden sind mehrjährig, und planst Du Dein Staudenbeet gut, blühen die Pflanzen in einer harmonischen Abfolge. Wie Du beim Anlegen, Planen und Bepflanzen vorgehst, erklären wir Dir Schritt für Schritt.

Bestimme zunächst eine Fläche, die Du mit bunt blühenden Stauden bepflanzen möchtest. Die Größe des Beets kannst Du dabei ganz nach dem vorhandenen Platz oder Deinen persönlichen Vorstellungen festlegen. Staudenbeete können neben dem Haus, im Vorgarten, an der Grundstücksgrenze oder auch als Inselbeet angelegt werden. Letztere werden mitten in einer Rasenfläche gepflanzt und durch eine Begrenzung, beispielsweise aus Steinen, vom umliegenden Rasen abgetrennt.

Staudenbeet anlegen: Schritt-für-Schritt

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du ein Staudenbeet im Garten anlegen kannst: ein Steingarten, eine prachtvolle Blumeninsel mitten im Rasen oder ein Blühstreifen am Hausrand.

Bevor Du beginnst

Welches Thema soll das Beet haben? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Soll es einfarbig oder bunt werden? Welcher Farbmix gefällt Dir am besten? Wann sollen die Stauden blühen? Dürfen ein paar Gräser dazwischen wachsen? Tobe Dich ruhig gestalterisch aus, wenn Du Dein Staudenbeet anlegst.

Mehrjähriges Staudenbeet anlegen mit vielen bunten Blumen

Nützliche Helfer für Dein Staudenbeet

Legst Du einen Steingarten als Staudenbeet an, solltest Du auf Stauden setzen, die es eher trocken mögen. Arbeite bereits bei der Bodenvorbereitung Kies oder Lavasplitt in den Boden ein. Die Stauden im Steingarten stammen ursprünglich aus kargen Regionen wie dem Hochgebirge und benötigen einen Boden, der Regenwasser gut durchlässt.

Tipps für Dein Staudenbeet

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Abstand einhalten

Stauden brauchen einen bestimmten Abstand zueinander. Als Faustregel gilt ein Drittel der Endhöhe der Staude als Abstand zur nächsten. Pflanze die Stauden nicht zu nah und bedenke auch: Was im frischen Beet vielleicht kahl wirkt, wird durch das Wachstum der Pflanzen später zugewachsen sein.

Blickachse im Blick behalten

Wenn Du ein Staudenbeet vor dem Haus anlegst, kannst Du es tribünenartig gestalten. Dabei pflanzt Du die großen Stauden in den Hintergrund und die kleineren in die vorderen Reihen. In einem Inselbeet dagegen werden die Stauden zur Mitte hin höher. Ordne alle kleinen und großen Stauden so an, dass sie trotz der Höhenunterschiede sichtbar bleiben.

Mut zur Lücke mit einjährigen Blumen

Bemerkst Du im Pflanzplan für Dein Staudenbeet eine Lücke, kannst Du diese zum Beispiel mit einjährigen Blumen auffüllen. Sind im Beet noch kahle Stellen vorhanden, mulche sie mit trockenem Grasschnitt, Pflanzerde oder reifem Laubkompost, der frei von Unkrautsamen ist.

Staudenbeet anlegen: Diese Pflanzen passen

Diese Stauden wachsen immer

Name Standort Höhe Blütezeit Blütenfarbe Besonderheiten
Gelber Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) Sonne, nahrhafter Boden Bis 70 cm Juli bis Septem­ber Gelb oder Goldgelb Bilden mit Ausläufen breite Horste. Leitstaude.
Storchschna­bel (Geranium-Hy­briden und -Arten) Je nach Art Sonne, Halbschatten oder Schatten Je nach Art 40 bis 90 cm Mai bis Juni Blau, Violett, Rosa, Weiß Zahlreiche Arten. Rötliche Herbstfärbung. Schön dichter Wuchs. Unterpflanzung von Gehölzen, Rosenbegleiter. Wird von Schnecken gemieden.
Prachtspiere (Astilbe) Nahrhafter Boden im Halbschatten und Schatten Je nach Art 20 bis 100 cm Juni bis Septem­ber Leuchtende Rispen in Weiß, Rot, Rosa Bei sonnigem Standort muss der Boden feucht bleiben. Bildet dichte Bestände.
Sonnenbraut (Helenium-Hybriden) Sonne, nicht zu trockener, nahrhafter Boden Je nach Sorte 60 bis 150 cm Juni bis Oktober Gelb, Rot und fast alle Mischfarben Nahrungspflanze für Insekten. Am besten alle 3 bis 4 Jahre teilen und damit verjüngen und vermehren.
Frauenman­tel (Alchemilla mollis) Sonne, Halbschatten, Schatten. Nahrhafter, durchlässiger Boden, aber auch Lehm 40 bis 60 cm Juni und Juli Grün-Gelb Bienenweide, unterdrückt Unkraut. Rückschnitt nach der Blüte fördert den Neuaustrieb. Attraktives Laub.
Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) Sonne bis Halbschat­ten. Humusrei­cher, nahrhafter Boden, mäßig trocken bis frisch 80 bis 100 cm Juli bis September Gelb, Orange, Rot, Weiß und Mischfarben. Bienennährpflanze, Arzneipflanze. Kompost als Dünger im Frühjahr und nachdüngen mit Brennnesseljauche.
Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) Volle Sonne, der Boden muss durchlässig sein. Sehr anspruchslos Je nach Sorte 30 bis 50 cm Juni bis August Blau, Violett, Weiß, Rosa Hungerkünstler, der mit trockenem Boden gut klarkommt.
Funkie (Host-Hybriden) Halbschatten und Schatten. Nahrhafter Boden Je nach Sorte 30 bis 60 cm Juni, Juli Blassrosa-violett Blattschmuckstaude für den Schatten. Schneckengefähr­det.
Hohe Fetthenne (Sedum telephium) Sandige Böden in voller Sonne Je nach Sorte 40 bis 70 cm

August bis Oktober

Weiß, Rosa, Rot Im Mai die äußeren Stängel der Staude leicht zurückschneiden. Dann steht die Fetthenne stabiler und blüht länger.
Türken-Mohn (Papaver orientale) Nahrhafter Boden in voller Sonne 70 bis 90 cm Je nach Sorte Mai bis Juni oder Juni bis Juli Rot, Orange, Weiß, fast Violett Mohn verwelkt nach der Blüte. Am besten mit späten Stauden wie Sonnenhut kombinieren, damit’s keine Lücken gibt.
Rittersporn (Delphinium-Hyriden) Sonne, lehmig-sandiger, nahrhafter Boden 100 bis 180 cm Juni und Juli, September und Oktober Weiß, Blau, Tiefblau Rückschnitt nach der Blüte fördert eine Folgeblüte.

Bodendecker – keine Chance für Unkraut

Name Standort Höhe Blütezeit Blütenfarbe Besonderheiten
Teppichphlox (Phlox subulata) Sonne, trockene Lagen 5 bis 10 cm Mai Rosa, Weiß, Lila Auch gut für trockene Böschungen geeignet.
Sand-Thymian (Thymus serphyllum) Volle Sonne, nährstoff­arme Böden 5 cm Juni bis August Violett, Rot Bienen- und Insektenweide. Übersteht auch längere Trockenphasen.
Kaukasus-Storchschna­bel (Geranium renardii) Sonne, trockener, durchlässi­ger Boden 20 bis 30 cm Juni bis Juli Weiß mit violetten Adern Bildet kurze Ausläufer, sehr genügsam. Für Steingärten.
Golderdbeere (Waldstei­nia geoides) Halbschat­ten, Schatten 20 bis 25 cm April bis Juni Gelb Bienenweide. Die Waldsteinia ternata wächst auch da, wo scheinbar nichts wachsen will.
Stachelnüs­schen (Acaena buchananii) Sonne, trockener Boden. 5 cm

Juni und Juli

Gelb, Rot Immergrün, unempfindlich gegenüber Schnecken
Schaumblüte (Tiarella cordifolia) Halbschat­ten, Schatten, nahrhafter Boden 20 cm April bis Mai

Cremeweiß

Immergrün
Haselwurz (Asarum europaeum) Halbschat­ten, Vollschat­ten 10 cm April bis Juni

Braun, unauffällig

Schöne, glänzende Blätter, immergrün.
Elfenblu­men (Epimedium x rubrum), weitere Arten Halbschat­ten oder Schatten, auch für trockene Plätze 20 bis 35 cm April bis Mai Gelb, Weiß, Rosa, Rot Herbstlaub verschwindet einfach im dichten Bestand.
Purpur­glöck­chen (Heuchera-Hybriden) je nach Art und Sorte Sonne bis Schatten, nahrhaf­ter, humoser Boden 20 bis 40 cm, sorten­ab­hän­gig

Juni bis Juli

Weiß, Rosa, Rot

Blattschmuckstau­den, je feuchter der Boden, desto sonniger können Heuchera stehen.

Beetidee: hitzefestes Beet in Tribünenform

Die folgenden Pflanzen, die sich für ein hitzefestes Beet in sonniger Lage auf einer Fläche von 2,5 × 2 Metern eignen, kannst Du nach Belieben verteilen. Größere Pflanzen setzt Du dabei nach hinten, kleinere eher nach vorne.

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6x Steppen-Salbei (Salvia nemorosa ‚Blauhügel‘):
20 bis 50 cm hoch

9x Kokardenblume ‚Burgunder‘: 60 bis 70 cm hoch

4x Federgras (Stipa barbata): 50 bis 80 cm hoch

3x Rudbeckia ‚Prairie Flor‘: 80 bis 100 cm hoch

2x Blauraute ‚Blue Spire‘: 100 bis 120 cm

2x Kugellauch (Allium sphaerocephalon): 90 cm hoch

Was Du beim Anlegen Deines Staudenbeets beachten musst

Pflanze Wuchshöhe in cm Stauden pro m2
Prachtstauden 60 bis 100 2
Begleitstauden 40 bis 60 5
Füllstauden 20 bis 40 7 bis 9
Bodendecker

max. 10

bis zu 15

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Staudenbeet anlegen und begrenzen


Legst Du Dein Staudenbeet zum Beispiel als Inselbeet in einer Rasenfläche an, ist es wichtig, das Beet klar vom Rasen abzugrenzen. Eine optisch ansprechende Möglichkeit sind Klinkersteine, die Du in zwei versetzten Reihen in den Boden einsetzt.
Wenn das Beet vor einer Hecke liegt, können die Gehölzwurzeln der Hecke den Stauden zu schaffen machen, wenn sie sich im Boden ins Beet ausbreiten. Um das zu verhindern, kannst Du beim Anlegen des Beetes einen senkrecht eingegrabenen, etwa 40 Zentimeter breiten Streifen Teichfolie als mechanische Wurzelsperre zwischen der Hecke und dem Staudenbeet verlegen.

Staudenbeet anlegen: Und was ist mit der Pflege?

Möchtest Du Stauden schneiden, kannst Du jederzeit alles Verblühte entfernen. So verhinderst Du, dass die Stauden zu viel Energie in die Samenbildung stecken und sich dadurch selbst schwächen. Schneide im Herbst jedoch nicht alles radikal zurück. Viele Insekten überwintern gern in den Stängeln, und Vögel ernähren sich von den verbliebenen Samen. Für das Abschneiden eignen sich Gartenscheren sehr gut.

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