Das Konzept der Landschaftsnachfolge inspiriert den GaLaBau weltweit
Hitzestress ist kein lokales Phänomen. Um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, werden aktuelle Forschungsergebnisse über die Climate Change Alliance of Botanic Gardens global geteilt.
Entdecke, wie klimaresistente Pflanzen und Akku-Geräte dem Team der Royal Botanic Gardens helfen, Melbourne herunterzukühlen.
11.03.2026
Klima-Herausforderung: Melbourne erwartet bis zu 4 °C höhere Temperaturen in den kommenden Jahrzehnten
Klimaresiliente Pflanzen: Einsatz von klimaresilienten Pflanzen kann Trockenheit und Hitze entgegenwirken
Natürliche Kühlung: Die Farnschlucht (Fern Gully) kann dazu beitragen, die Temperatur um bis zu 6 °C zu senken
Biodiversitätskorridor: Der Pollinator Corridor verknüpft Hotspots für Insekten und andere Bestäuber über 8 km hinweg
Sensibles Pflegemanagement: Die Pflege erfolgt geräuscharm und im Betrieb lokal abgasfrei dank der STIHL Akku-Geräte
„Greening City“ bezeichnet die strategische Integration von grüner Infrastruktur in den urbanen Raum. Ziel ist es, graue Flächen (z.B. Beton, Asphalt) durch Parks, Fassadenbegrünung, Dachgärten und Straßenbäume zu ergänzen oder zu ersetzen, um Städte widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen.
Stadtbegrünung fungiert als natürliche Klimaanlage: Pflanzen kühlen die Umgebung durch Verdunstung und Schattenwurf, was den gefährlichen Wärmeinseleffekt mindert. Zudem speichert Grünflächen Regenwasser (Entlastung der Kanalisation), filtern Schadstoffe aus der Luft und fördern die Biodiversität in der Stadt.
Städte lassen sich durch vorausschauende Konzepte wie die Landschaftsnachfolge planen. Planer setzen bereits heute Pflanzen ein, die dem Klima der Zukunft gewachsen sind. Wichtig sind zudem die Vernetzung von Lebensräumen (Biotopverbund), intelligentes Wassermanagement und eine im Betrieb lokal abgasfreie Pflege der Flächen durch moderne Akku-Technologie.
Die Landschaftsnachfolge ist eine strategische Planungsmethode, um die Vegetation schrittweise an zukünftige Klimabedingungen anzupassen.
Die Royal Botanic Gardens Victoria befinden sich im Herzen von Melbourne am Südufer des Yarra River. Sie gelten als die „grüne Lunge“ der Stadt und umfassen zwei Standorte: die historischen Melbourne Gardens im Stadtzentrum und die Cranbourne Gardens, die sich auf australische Flora spezialisiert haben.
Die Einrichtung besteht aus zwei Hauptstandorten und einer bedeutenden Forschungssammlung:
Standorte: Die Melbourne Gardens (38 Hektar, internationale Arten) und die Cranbourne Gardens (363 Hektar, australische Flora).
Forschung: Das National Herbarium verwahrt mit 1,5 Millionen Exemplaren die größte botanische Sammlung Ozeaniens.
Themengärten: Die lebenden Sammlungen umfassen diverse Bereiche wie den Australian Forest Walk, die Farnschlucht, Kakteen- und Sukkulentengärten sowie spezialisierte Areale wie den California Garden oder die Neuseeland-Sammlung.
In den Australian Drylands oder auch Dry Gardens testen die Profis Pflanzen, die an extrem trockene und heiße Bedingungen angepasst sind. Ziel ist es, eine klimaresiliente Vegetation zu schaffen, die auch bei steigenden Temperaturen überlebt und den Boden vor Austrocknung schützt.
Die Farnschlucht Fern Gully wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Durch dichte Bepflanzung mit Baumfarnen, Schattenwurf und einen Wasserlauf entsteht ein eigenes Mikroklima. Messungen zeigen, dass die Temperatur hier bis zu sechs Grad niedriger sein kann als in der Umgebung.
Der Melbourne Polliator Corridor ist ein acht Kilometer langer Grünstreifen, der die Royal Botanic Gardens mit dem Westgate Park verbindet. Pflanzen, Totholz und Steine schaffen kleine Trittsteinbiotope, die Insekten und Bestäubern (Pollinators) eine sichere Durchquerung des städtischen Raums ermöglichen.
Die Metropolen weltweit stehen vor einer der größten Herausforderungen des Klimawandels: der zunehmenden Hitze. Nirgendwo wird dies jedoch deutlicher als in schnell wachsenden Großstädten wie Melbourne. Die australische Stadt erwartet, dass die Temperaturen dort in den nächsten 70 Jahren voraussichtlich um bis zu vier Grad steigen werden (DELWP 2019). Dieser dramatische Anstieg macht den Kampf gegen städtische Hitzeinseln zu einer existenziellen Frage (vgl. Planning Victoria 2017).
In dieser Klimakrise rückt der Garten- und Landschaftsbau in eine Schlüsselposition. Profis sind gefordert, einen ökologisch deutlich sensibleren Ansatz für Landschaftspflege zu verfolgen, basierend auf zukunftsorientiertem Landschaftsmanagement. Das Ziel: klimagerechte und resiliente Lebensräume durch strategische Stadtbegrünung schaffen (Sustainability and climate action, City of Melbourne 2012).
Die Royal Botanic Gardens sind weit mehr als die „Lunge von Melbourne“. Unter der Leitung von Landschaftsarchitekt Andrew Laidlaw haben sie sich in mehr als zwei Jahrzehnten zu einem Innovationszentrum entwickelt, das Antworten auf den Klimawandel liefert.
Das Konzept der Landschaftsnachfolge inspiriert den GaLaBau weltweit
Hitzestress ist kein lokales Phänomen. Um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, werden aktuelle Forschungsergebnisse über die Climate Change Alliance of Botanic Gardens global geteilt.
Die Australian Drylands sind eine Initiative, um die Vegetation des Royal Botanic Gardens Victoria widerstandsfähig gegen den Klimawandel zu machen. Dafür pflanzen die Profis Bäume, Sträucher und Bodendecker aus wärmeren Klimazonen, die höheren Temperaturen standhalten und weniger Regen benötigen. Eine trockenheitsverträgliche Vegetation kann dazu beitragen, den Boden vor Aufheizung zu schützen.
Die gezielte Begrünung mit hohen Bäumen und Palmen hat ein einzigartiges Mikroklima geschaffen – unterstützt durch Schattenzonen und einen Wasserlauf. Hier kann es zwischen vier und sechs Grad kühler sein als auf den umliegenden Flächen. Ein wichtiger Aspekt, um die Stadt herunterzukühlen.
Dieser acht Kilometer lange Blühstreifen verbindet die Royal Botanic Gardens mit dem Westgate Park. Durch den Einsatz von Pflanzen, Bodendeckern, Totholz und Steinen entstehen kleine Trittsteinbiotope, die Insekten und anderen Bestäubern sichere Wege durch die Stadt bieten.
Die hohen ökologischen Standards des Melbourner Ansatzes verlangen auch eine sehr präzise und sensible Pflege. „Das Vorgehen basiert auf nachhaltigem Landschaftsmanagement und einem sensiblen, ökologischen Umgang mit allen Aufgaben“, sagt der Landschaftsarchitekt Andrew Laidlaw.
„Wir verwenden für diesen Zweck das effizienteste, leiseste und unserer Meinung nach nachhaltigste Werkzeug. In den meisten Fällen sind das unsere professionellen Akku-Geräte von STIHL. Sie ermöglichen einen sensibleren Ansatz unserer Landschaftspflege.“
– Charlie Carroll, leitender Baumpfleger
Der Vorteil dieser Technologie ist vielschichtig: Da weniger Lärm entsteht und die Akku-Geräte im Betrieb keine Abgase ausstoßen, profitieren sowohl die empfindliche Flora und Fauna als auch die Besucherinnen und Besucher davon. Die STIHL Akku-Technologie unterstützt damit nicht nur die Pflege, sondern verbessert durch die Transparenz der Arbeit auch das Erlebnis der Gäste.
Melbourne liefert den Beweis: Eine lebenswerte Zukunft in der Stadt ist möglich, wenn Biologie und Technologie intelligent miteinander verknüpft sind. Die Konzepte der Drylands und Fern Gullys sind mehr als botanische Experimente – sie sind Blaupausen für unser Überleben im urbanen Raum.
Für Arbeitskräfte im Garten- und Landschaftsbau bedeutet das eine neue Verantwortung: Sie sind nicht mehr nur Pfleger von Grünflächen, sondern Gestalter des Stadtklimas. Mit Fachwissen und Akku-Technologie haben GaLaBau-Profis heute die Werkzeuge in der Hand, um die grauen Metropolen in grüne, kühle Oasen zu verwandeln.